170618 Hessenpokal vs. Bierstadt

Doppeltes Figurenopfer bringt den Sieg

Der Schachclub 1934 Gelnhausen ist durch einen 3,5:0,5-Erfolg über Wiesbaden-Bierstadt ins Achtelfinale des Hessischen Mannschaftspokals eingezogen. Die Mannschaft aus der Landeshauptstadt tritt zwar drei Ligen tiefer an, bewies jedoch spätestens mit dem Finaleinzug in den Rhein-Taunus-Pokal, dass sie keineswegs nur Laufkundschaft für Verbandsligisten sind. Demzufolge schickten die Wiesbadener auch ihre Bestbesetzung an die Bretter.

Den ersten Dämpfer für die Hausherren bescherte aber alsbald der „Schwarze Peter“ Dächert, der seinem jungen Kontrahenten einen vergifteten Bauern anbot und dann eiskalt zuschlug: Nach einem Springerabzug waren die Drohungen des Gelnhäusers nicht mehr zu verteidigen, sodass Dächert Material einsammelte und dies gekonnt zur Gäste-Führung verwertete. Das 2:0 für Gelnhausen besorgte dann Robert Bethke, der eine Kombination weiter berechnete als sein Gegner und in ein gewonnenes Endspiel abwickelte.

An den Spitzenbrettern spielten noch Richard Bethke und Matthias Muth, die beide unübersichtliche Stellungen auf den Brettern hatten. Bei einem 2:2 zählen Siege an den vorderen Brettern mehr, demnach benötigten die Barbarossastädter noch einen halben Zähler zum Achtelfinaleinzug. Als Muths Gegner glaubte, eine Schwäche in der Bauernstruktur des Gelnhäuser Studenten erkannt zu haben, setzte der Gästespieler mit einem doppelten Figurenopfer zum unvermeidlichen Mattangriff an. Das 3:0 besiegelte den Gelnhäuser Erfolg, ehe sich Richard Bethke und sein Kontrahent auf remis einigten, nachdem beide Damen in das jeweils feindliche Lager eingedrungen waren und ein Dauerschach abzusehen war.

Die Barbarossastädter müssen sich nun zwei Wochen gedulden, bis schließlich der Achtelfinalgegner feststeht.  

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