180114 Verbandsliga vs. Herborn

GELNHAUSEN  SIEGT  IM  ABSTIEGSDUELL
 
Verbandsliga :  Herborn - Gelnhausen   3,5: 4,5
 
Die erste Mannschaft des Schachclubs 1934 Gelnhausen, mit katastrophalen 0:8- Punkten in die Saison gestartet, musste in der 5. Runde der hessischen Verbandsliga bei den ebenfalls punktlosen Schachfreunden aus Herborn antreten. Beide Teams wussten: wer dieses Vier-Punkte-Spiel verliert, steht mit neun Zehen eine Klasse tiefer, in der Landesklasse.
 
Als strapaziere diese Todesmelodie die Nerven nicht bereits genug, erfuhren die Gelnhäuser in Herborn, dass einer ihrer Spieler kurzfristig erkrankt war. 
Ein Ersatzmann konnte nicht mehr eingeladen werden - die Barbarossastädter starteten mit einem kampflosen 0:1. Das war Härte Zehn.
 
Der Rückstand ermutigte jedoch Stefan Reh, in der Eröffnung einen Mops zu opfern und eine kompromisslose Attacke zu starten. Dieser Angriffsmut wurde belohnt. Reh eroberte eine Figur, und sein Kontrahent ging im Angriffswirbel unter. Auch Sebastian Bravo Lutz hatte am Spitzenbrett einen scharfen Angriff gestartet, und auch "Basti Fantasti" durchschnitt die gegnerische Verteidigungslinie wie ein heißes Messer die Butter. Gelnhausen führte mit 2:1.
 
Der "Schwarze Peter" Dächert und Berthold Weiß, der seinem Namen zum Trotz dieses Mal auch die schwarzen Steine führte, hatten ausgeglichene Stellungen. Die beiden Barbarossastädter remisierten nach dreieinhalb Spielstunden. Die Gäste führten mit 3: 2.
 
Dann die Vorentscheidung. Marcos Garcia Ramos hatte zwei Bauern geopfert und dafür einen übermächtigen Angriff  inszeniert. Sein Herborner Widerpart verteidigte sich zäh, aber der Gelnhäuser Spanier arbeitete mit Mattfallen und Doppeldrohungen, und schließlich brach die Verteidigungsstellung des Herborners zusammen. Großer Sieg zum 4: 2
für Gelnhausen.
 
Doch ein Gelnhäuser hatte einen Läufer für zwei Möpse geopfert, und das war zu wenig. Im Endspiel siegte der Herborner und sorgte für den Anschlusstreffer.
 
Noch einmal Spannung in der letzten Partie ? Nein, denn Matthias Muth hatte leichte Vorteile. Der Gelnhäuser Student riskierte nichts mehr, sondern lenkte das Endspiel in ein sicheres Remis.
 
Gelnhausen hatte mit  4,5: 3,5 gesiegt. Sie schweben weiterhin in Abstiegsgefahr, haben aber eine lebenswichtige Sauerstoffzufuhr erhalten.

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