Verbandsliga vs. Bad Hersfeld

Gelnhausen siegt mit Grand ohne drei
 
Verbandsliga:  Bad Hersfeld - Gelnhausen  2: 6
 
Die Gelnhäuser Erste musste zum Abstiegsendspiel  beim Tabellenletzten Bad Hersfeld antreten - ein Sieg war Schachspielerpflicht. Doch die Barbarossastädter wurden von Hiobsbotschaften geschüttelt, denn ihre drei Spitzenbretter mussten absagen. Kapitän Stefan Reh setzte auf die Alten und nominierte neben "Darth Vader" Armin Muth den Veteranen Ulli Müller. Der scheinbar gewagte Schachzug sollte sich als goldrichtig erweisen.
 
Auch der Tabellenletzte aus Osthessen musste Ersatz aufbieten und setzte an Brett 8 auf eine Nachwuchsspielerin - und die wurde von Ulli Müller mit einem Springeropfer überrascht. Danach überrollte der Gelnhäuser Senior die Rochadestellung und sorgte für das frühe 1: 0. Die beste Partie des Wettkampfs spielte der Gelnhäuser Spanier Marcos Garcia Ramos am Spitzenbrett. Mit druckvollem Positionsspiel legte er die Schwächen der gegnerischen Verteidigung offen und siegte in großem Stil. Doch wenige Minuten später unterlag ein Barbarossastädter, er hatte sich in komplizierter Stellung verkombiniert. Gelnhausen führte noch mit  2: 1.
 
Die übrigen fünf Partien gingen in die Zeitnotphase, und im ominösen 39. Zug wurde der Wettkampf  entschieden. Der "Berliner Bär" Frank Wiesrecker hatte eine defensive Stellung - und sein Hersfelder Kontrahent überlegte lange, wie er diese knacken könnte. Da überschritt der Osthesse einen Zug vor der Zeitkontrolle die Bedenkzeit ! "Darth Vader" Armin Muth hatte eine komplizierte Stellung und stellte Fallen. Der Hersfelder tappte zwar nicht in die Fallen hinein, verbrauchte dabei aber so viel Bedenkzeit, dass seine Uhr im 39. Zug auf  0: 00 stand. Aus, Gelnhausen hatte beide Partien gewonnen und führte mit  4: 1 !  
 
Das Match war entschieden, denn weder der "Schwarze Peter" Dächert noch Berthold Weiß noch Stefan Reh standen schlechter. Dächert hatte die Dame gegen zwei Türme und einen gefährlichen Freimops gegeben, doch sein Kontrahent konnte mit der Dame Dauerschach bieten - Remis.
Berthold  "Iron Man" Weiß erspielte in einem Schwerfigurenendspiel dank seiner aktiven Türme deutliche Vorteile. Als er die Dauerschachversuche des Bad Hersfelders abgewehrt hatte, war die Partie gewonnen. Auch Stefan Reh wollte sein Turmendspiel durch einen Freibauern entscheiden, aber der Bad Hersfelder fand ein Dauerschach mit dem Turm - Remis.
 
Gelnhausen hatte einen "Grand ohne drei" mit einem überzeugenden 6: 2 gewonnen und Bad Hersfeld als erste Mannschaft in den Orkus geschickt. Die Barbarossastädter sind jetzt Viertletzter, aber bei noch zwei Spieltagen
weiter im Abstiegskampf. 
 

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