Verbandsliga vs. Marburg

CHRISTIAN GLOCK RETTET GELNHAUSEN
 
Verbandsliga:  Gelnhausen I  -  Marburg II     4,5: 3,5
 
Beide Teams konnten - trotz jeweils 6: 6- Punkten - noch nicht sicher sein, den drittletzten Tabellenplatz und damit das Relegationsspiel zu vermeiden. Aber weder die Gastgeber noch Marburg dachten daran, auf Sicherheit zu spielen - scharfe Varianten und risikoreiches Spiel führten zu einer wahren Schlacht auf den 64 Feldern.
 
Peter Dächert erwischte einen Sahnetag. Mit einem korrekten Springeropfer riss er die gegnerische  Rochadestellung auf  und siegte in einem schönen Mattangriff.  Ulli Müller dagegen geriet in schwere Wasser, als er seinen starken Angriffsläufer gegen einen feindlichen Springer tauschen musste. Der
Gelnhäuser Oldie kreierte aber ein Gegenspiel, mit dem er sich ins Remis rettete. 
 
Beim Stand von 1,5: 0,5 für die Barbarossastädter opferte "Basti Fantasti" Bravo Lutz eine Qualität ( Turm für Läufer ) und attackierte die Marburger Majestät mit der Dame und einem sehr starken Läuferpaar. Um das Matt zu verhindern, musste sein Kontrahent einen dicken Turm geben, wonach Bravo Lutz leicht gewann.
Postwendend verkürzten die Gäste zum 2,5: 1,5. Der Marburger Spieler nutzte seine Positionsvorteile, um in die Gelnhäuser Stellung einzudringen und Möpse abzugreifen.
 
Matthias Muth musste einen gefährlichen Angriff  von Dame und Springer überstehen. Mit einer präzisen Verteidigung sicherte der Gelnhäuser Student das Remis. Doch an einem anderen Brett hatte der Marburger in einer wilden Partie weiter gerechnet und gewann das Endspiel. Es stand  3: 3.
 
 Es sah düster aus für die Barbarossastädter. Christian Glock hatte einen Bauern weniger, doch sollten seine aktiven Türme zum Remis reichen. Frank Wiesrecker fehlten gar zwei Möpse, er versuchte, mit Dame und Turm zu  fuscheln.
 
Da schüttete Schachgöttin Caissa ihr Füllhorn über ihre Gelnhäuser Schachjünger aus ! Christian Glock hatte einen Weg gefunden, den gegnerischen Mehrbauern  zu erobern. Sein Kontrahent wollte dies verhindern, indem er seinen wichtigen Verteidigungsläufer zur Deckung des angegriffenen Mopses
abzog. Doch damit ermöglichte er Christian Glock ein Matt in zwei Zügen !
Völlig überraschend hatte Glock seine Gelnhäuser mit 4: 3 in Front gebracht.
 
Inzwischen hatte auch der "Berliner Bär" Frank Wiesrecker seine Stellung so verbessert, dass er mit Dame und Turm Dauerschach bieten konnte. Dieses Remis sicherte den 4,5 : 3,5- Erfolg der Gelnhäuser Verbandsligamannschaft, die mit jetzt  8: 6- Zählern mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben sollte.
 
 

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